Mommy Stories .1

Mommy Stories .1

Die letzten Wochen wurde es sehr ruhig auf meinem Blog, warum? Vor 3 Wochen hat das entzückendste kleine Wesen meine Welt auf den Kopf gestellt. Seit 3 Wochen halte ich das größte Glück in meinen Händen und alles andere um mich herum wurde einfach mal ausgeblendet. Und auch in der Zeit davor war mein Kopf sozusagen nur noch im Bauch. Nun bin ich aber zurück und verbringe die Schlafenszeiten der kleinen Prinzessin nicht mehr nur damit sie stundenlang zu beobachten, auch wenn das bei diesem unglaublichen Anblick gar nicht so einfach ist, und finde mich schön langsam wieder im Alltag ein. Einem Alltag, der sich absolut geändert hat, da ein kleines Wesen die große Welt auf den Kopf gestellt hat und diese so herum noch viel besser aussehen lässt! Bis es zu diesem wunderbaren Moment kam, vergingen aber einige lange Monate…

9 months – the time of my life. NO.

9 Monate schwanger – die ganze Wahrheit über diese unglaubliche Zeit. Unglaublich mühsam. Ja, anscheinend gibt es sie irgendwo da draußen, diese Frauen, die sich in diesen sonderbaren Monaten wie Göttinnen fühlen und ihren Babybauch am liebsten für immer herumtragen würden, sich strahlend präsentieren und von so viel Ausstrahlung wie nie zuvor umhüllt sind. Diese Frauen genießen ihre Schwangerschaft in vollen Zügen, lieben die Aufmerksamkeit die sie bekommen und stehen mit ihrer Kugel im Mittelpunkt der Welt. Auch ich fühlte mich wie der Mittelpunkt, aber nur weil ich das Gefühl hatte, mich in den neun Monaten verdoppelt zu haben. Jedoch bekam auch ich von Freundinnen immer wieder zu hören, dass mir es gut stehe, schwanger zu sein. Ob ich selbst auch so darüber gedacht habe? Welchen unglaublichen Effekt so eine Kugel für die Mitmenschen mit sich bringen kann, ist mir ein Mythos, denn um ehrlich zu sein, ich gehöre nicht zu diesen Wunderfrauen, die in ihrer Schwangerschaft die Erfüllung des Lebens finden. Schwanger zu sein war für mich der Weg zum heiß ersehnten Ziel. Eine langer Reise, in mir zuvor absolut fremde und sonderbare Zustände, die nun mal 9 Monate bestritten werden musste. Ich sah mein Ziel aber immer vor Augen und dank der riesen großen Vorfreude nahm ich somit auch all diese Strapazen auf mich. Aber ganz ehrlich, ich persönlich finde, dass mir -14 Kilo, sonnengeküsste Haut ohne Angst vor Pigmentflecken, ein Teint ohne Hautunreinheiten, fülligeres Haar und ein Gesicht, dass nicht dem bevorstehenden Vollmond gleicht, eindeutig besser stehen! Zudem ist es mir ein Rätsel, welche magnetische Wirkung so ein Bauch auslöst und anscheinend alle Hände von alleine anzieht. Noch vor neun Monaten wären meine Mitmenschen nicht auf die Idee gekommen mir einfach mal so über meinen Bauch zu tätscheln. Und Gott, bin ich froh darüber! Trotz meiner eigentlichen Vorbildschwangerschaft ohne größere Komplikationen, ohne übermäßig viel Wasser in den Beinen, überschaubaren Stimmungsschwankungen und der Möglichkeit mich kurz vor Geburtstermin noch halbwegs bewegen zu können, musste ich mich immer wieder mit einem gestrandeten Wal vergleichen. Aber wie viel bewegt sich so ein Wal schon? Und spätestens die mühsamen Drehungen von einer Seite auf die andere, die ohne Schwung zu holen dank der verschwundenen Bauchmuskeln nicht mehr möglich waren, und die schlaflosen Nächte (kaum zu glauben, aber ja, ich bekam die letzten Wochen noch weniger Schlaf als jetzt) machten die Kugelzeit nicht besser. Zudem fühlte sich ein 1 Kilometer Spaziergang wie eine Bergwanderung an und das einstündige Schwangerschaftsyoga zerrte an meinen Kräften wie ein einstündiges Crossfit Workout. Und ja, lieber hätte ich mich beim Crossfit so richtig ausgepowert, als mühsam auf meiner Yogamatte herum zu kugeln. Und dank meines Glückes kam es in dieser Zeit voller Rundungen auch noch zu mehreren großen und wichtige Geburtstagsfeiern, die ich mit alkoholfreiem Sekt begießen durfte, um sie dann spätestens Mitternacht gähnend zu verlassen. Zudem war meine eigentlich sehr gesunde Ernährungsweise durch die vielen unmenschlichen Essengelüste einfach wieder vergessen und Kleidung im Schrank war nur noch da um sie zu bewundern, da diese für die nächsten Monate hängen bleiben musste, um dann wahrscheinlich sowieso nicht mehr getragen zu werden. Nein, ich bin nicht von dieser Zeit zu begeistern. Überstanden habe ich sie dank ein paar wichtigen Aspekten trotzdem gut: Danke H&M, dass deine Basics sich in Größe L besser tragen lassen als hässliche Umstandsmode. Danke an die Fashionszene, die mich in einem Jahrzehnt schwanger sein hat lassen, wo Leggings auch im Alltag getragen werden können. Danke an einfallsreichen Getränkeproduzenten, die Sekt erfunden haben, der alkoholfrei ist und trotzdem nach Sekt schmeckt. Danke an die Erfinder von Stillkissen, die mir es ermöglicht haben so manche schlaflose Nacht trotzdem halbwegs bequem zu überstehen und danke an die Erfindung von Schwangerschaftsyoga, das mich nicht ganz einrosten hat lassen. Und so im Nachhinein betrachtet war dieses Neunmonats-Spektakel dank meiner Liebsten um mich herum, dann doch ganz gut aushaltbar.

Trotzdem liebe Schwangerschaftswunderfrauen da draußen, ich beneide euch wirklich, dass ihr die letzten Monate so sehr genossen habt, aber nun ist die für mich eher mühsame Zeit vorbei und auch ich Strahle nun mit euch um die Wette, denn ich habe das lang ersehnte Ziel erreicht! Und jetzt wird erst richtig genossen und dieses kleine Wunder lässt meine nicht so königlichen 39 Wochen wie im Nu vergessen. Denn nun halte ich das kleine Goldstück voller Stolz in meinen Händen und strahle vermutlich so wie nie zuvor!

xoxo, juliana


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