Dezember – Ho Ho oder Oh Oh

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Dezember. So schnell kann man kaum schauen, lächelt uns schon das letzte Kalenderblatt des Jahres an. Dezember – der Monat, in dem so viele Festlichkeiten stattfinden, der Monat, der den Adventbeginn ankündigt, der Monat, der das alte Jahr zu Ende gehen lässt und der Monat, der die Menschen um mich rum in zwei Gruppen teilt, denn Dezember ist nicht gleich Dezember. Während die einen am liebsten breit grinsend und Ho Ho rufend durch die Gegend laufen würden, gibt es da die anderen, die schon beim Umblättern des Kalenderblattes die Hände über den Kopf zusammen schlagen und laut Oh Oh rufen!

Ein Monat, ein Wort, 31 Tage, so wie viele andere im Monate im Jahr auch und trotzdem löst Dezember so viele unterschiedliche Gefühle aus und zeigt sich so facettenreich wie kein anderer. Entweder man zählt sich zum Team Weihnachtsengel oder zum Team Grinch, man lässt Ruhe einkehren oder der Stress beginnt, man läuft Punsch trinkend von einem Weihnachtsmarkt zum anderen oder schuftet Nächte lang, damit es überhaupt Adventmärkte gibt. Der Dezember und seine vielen Seiten. Auch wenn ich mich glücklich schätzen kann, diesen Monat ganz besonders genießen zu können, Ruhe einkehren zu lassen, alles als Mitglied von Team Weihnachtsengel, sind da viele Menschen um mich herum, für die diese eigentlich besinnliche Zeit einfach nur Stress bedeutet. Und oft wird genau das von unserer Dezembersorte – (diejenigen die Mitte November den Weihnachtsputz erledigt haben, die Deko säuberlich im Haus verteilt haben, sich mit Freunden auf Weihnachtsmärkten verabreden, von einer Weihnachtsfeier zur nächsten tanzen, abends teetrinkend zusammensitzen und die Weihnachtskekse verschlingen, sich schon wochenlang über die perfekte Adventkalendergestaltung Gedanken machen, schon darauf warten endlich den größten und schönsten Weihnachtsbaum zu ergattern, usw) – übersehen, dass es da noch ganz andere Dezemberstimmungen gibt. Menschen, die in weihnachtsfeindlichen Sparten arbeiten müssen. Die die dafür arbeiten, dass alle anderen den schönsten und besinnlichsten Advent bekommen, die besten Kekse haben, auf den feinsten Weihnachtsmärkten spazieren können, möglichst lange Shoppingtage genießen können, hübsch für die Weihnachtsfeiern sind, das beste Essen serviert bekommen, und so weiter und so fort. Die Liste könnte hier unendlich lange werden.

Was ich aber eigentlich damit sagen will, dass wir vielleicht alle ein bisschen darüber nachdenken sollten, wie wir unseren Dezember gestalten und was wir von wem erwarten, nur das unser Advent besonders schön wird. Denn auch die Verkäuferin am 24. Dezember hat Kinder zu Hause, die darauf warten, dass endlich Weihnachten beginnt und auch unser Lieblingsfrisör würde vielleicht lieber selbst einen Punsch am schön beleuchteten Weihnachtsmarkt trinken, als ihn nur aus den Kundenerzählungen zu kennen. Und auch wenn wir eine gefühlte Stunde an der Kasse anstellen müssen und eine weitere Stunde dazu benötigen aus dem Parkchaos zu entfliehen, denkt dran, andere haben nicht mal die nötige Zeit ihre Weihnachtseinkäufe in adventlicher Stimmung zu erledigen oder sitzen statt einer Stunde zehn Stunden hinter der Kasse und ertragen dabei die miese Laune der Wartenden.

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Tannenbaumbild von Posterlounge

Und ganz ehrlich, auch wenn bei mir alles dekoriert ist wie ihr auf den Bildern seht,  Duftkerzen aufgestellt sind, Weihrauch angezündet ist, die Päckchen bereits verpackt im Schrank liegen und nur noch darauf warten, dass der 24te des Monats endlich näher rückt, kann diese Adventzeit genau so schön sein, wenn es an einem Adventsonntag mal keine Kekse gibt, wenn die Haare vor der Weihnachtsfeier nicht frisch geschnitten sind, am 24. Dezember bewusst nichts mehr eingekauft wird und bei eigenen Wünschen ein bisschen an die dahinter steckende Arbeit der anderen gedacht wird.

Ich wünsche euch noch wunderbare Dezembertage und lasst es so gut es geht etwas ruhiger angehen und erwartet nicht von anderen, dass sie nur für euch auf dieses bisschen Ruhe komplett verzichten müssen. Denn jeder hat ein Recht auf ein bisschen Zeit. Zeit für sich, Zeit für die Familie, Zeit für den Dezember. Zeit für die Zeit, die eigentlich friedlich, besinnlich und herzerwärmend sein sollte.

 ♡ juliana.


Ein Gedanke zu “Dezember – Ho Ho oder Oh Oh

  1. Liebe Juliana! Du sprichst mir aus der Seele, das hast du wunderschön geschrieben 💗 herzliche Grüße und besinnliche Weihnachten, Christina ⭐

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